In Vilkyškiai

Dem Schriftsteller Johannes Bobrowski gewidmete Austellung in Vilkyškiai

Die Geschichte Klaipedas und der Region Pagegiai widerspiegelt sich in der Gedenkausstellung für den Schriftsteller Johannes Bobrowski, die im evangelisch-lutherischen Pfarreihaus in Vilkyskiai (früher Willkischken) eingerichtet wurde.

Die Ausstellung wurde am 21. Juli 2013 gegründet. Die Begründer der Ausstellung sind Orgelmeister aus Deutschland Jörg Nass, der evangelisch-lutherische Pfarrer der Smalininkai, Jurbarkas und Skirsnemune Gemeinden Mindaugas Kairys und seine Frau Laura Matuzaite – Kairiene, die Vorsitzende des Vereins für evangelische Kirchenmusik in Litauen.

Johannes Konrad Bernard Bobrowski (1917 – 1965) ist einer der bekanntesten Personen in der Deutschen Nachkriegsliteratur. Nach dem Fall der Deutschen Mauer wurde sein Werk neu entdeckt. Diese schwierige Nachkriegszeit war die Zeit der Anerkennung und Blüte für das Werk von J. Bobrowski. Die Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend in der Region Klaipeda, der Haushalt und die besondere Landschaft der Region haben einen wichtigen Stellenwert in der Lyrik des Schriftstellers. Die bekanntesten Romanen des J. Bobrowski, die auch ins Litauische übersetzt wurden, sind Levino Malunas (Levins Mühle) (1964) und Lietuviski Fortepijonai (Litauische Claviere) (1965).

Der Schriftsteller wurde am 9. April 1917 in Tilsit geboren. Seine Großmutter mütterlicherseits war mit ihrer zweiten Heirat in die Region Klaipeda – Vilkyskiai -  eingeheiratet. Aus diesem Grund war Johannes als Kind sehr oft zu Besuch bei seinen Verwandten in Vilkyskiai und Mociskiai. Der Vater von J. Bobrowski, Gustav Bobrowski, war ein Angestellter bei der Eisenbahn, deswegen musste die Familie oft von einem Ort zu einem Anderen umziehen. J. Bobrowski hat viele dieser Städte, in denen sie gelebt haben, außer Vilkyskiai, nur für einen vorübergehenden Wohnort gehalten. Vilkyskiai und seine Umgebung waren für die tatsächliche Heimat.

Im dem Gedenkzimmer für J. Bobrowski werden die Originaldokumente, Manuskripte aus seinen Literatursammlungen sowie das authentische Arbeitszimmer des Schriftstellers, das aus Deutschland eingeliefert wurde, ausgestellt. Diese Ausstellung hat einen kleinen Teil von J. Bobrowski zurück in die Umgebung seiner Kindheit gebracht, in die Landschaft von Memel, die ihm in seiner Kindheit einen großen Eindruck gemacht hat.

Am 2. September 1965 starb Johannes Bobrowski. Er wurde auf dem evangelischen Friedhof Berlin-Friedrichshagen beigesetzt.

Die Gedenkausstellung können Sie zu der Zeit besuchen, die Ihnen am besten passt. Wegen dem Schlüssel wenden Sie sich bitte an das Pagegiai Touristen-Informationsbüro, der sich in Vilkyskiai, Sereika Str. 5-2 befindet, in der Nähe der evangelisch-lutherischen Kirche. Mob. Tel. 0037065618551, E-Mail: ticpagegiai@gmail.com.

 


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Šereikos g.5-3,
LT-99254 Vilkyškiai,
tel. +370 656 18 551,
ticpagegiai@gmail.com

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