Denkmäler

Denkmal für Memelland in Pagėgiai (Pogegen)

In der Stadtpark Pagėgiai wurde im Jahr 2005 ein Denkmal für die Wiedevereinigung Klein- und Groß-Litauens aufgedeckt. Aus rosanem Granit wurde eine Skulptur einer Frau – Silhouette von einer Mutter, die ihr Baby an der Brust hält geschnitten. Diese Skulptur spiegelt das Schicksal Klein-Litauens; Groß- Litauen als Mutter versucht das Kind das Klein-Litauen darstellt, zu schützen. Heute finden in diesem Teil des Parks, wo das Denkmal steht, viele Veranstaltungen, Feiern und Festen statt. Der Autor der Skulptur ist Steponas Juška.

Denkmal für die Wolfskinder in Mikytai

In Mikytai, an der Kreuzung der Wege, die nach Klaipeda, Kaunas, Siauliai und Tilsit führen, steht ein schwarzes, hohes Kreuz, das ein hohes Ausmaß von Schmerz und Verlust darstellt. Dieses Denkmal ist zum Gedenken an „die Bewohnern Ostpreußens gewidmet, die in den Jahren 1944-1947 verhungert oder getötet worden sind“. Das Denkmal wurde von dem deutschen Verein „Edelweiß – Wolfskinder“ gebaut. „Wolfskinder“ sind die Kinder Ostpreußens, die im Gefecht des zweiten Weltkrieges, als sie der roten Armee zu entfliehen versuchten, trennten sich von ihren Eltern und später, aufgrund trauriger Umstände, ein Zuhause in Litauen gefunden haben oder gestorben sind. Infolge des sowjetischen Genozides sind auch etwa 330 tausend Zivilisten gestorben. Etwa die Hälfte von ihnen waren Preußisch-Litauer. Im dem Wald von Mikytai haben viele Knochen der „Wolfskinder“ die ewige Ruhe gefunden.

Denkmal für Salzburger in Vilkyskiai

 

Am 4. Juni 1988 wurde im Zentrum des Städtchen Vilkyškiai ein Denkmal für die Menschen der Salzburger Region aufgedeckt, die nach der großen Pestwelle in 1709-1711 nach Kleinlitauen umgesiedelt. Zwei Holzstrahlen, die an die Konstruktion eines Wagens erinnern, stellen die schwierige Reise in das ferne Land dar.  Auf den Granitplatten wurden die Worte in der deutschen und litauischen Sprache eingraviert: ,,Zalcburgo protestantams XVIII a. čia, prie Nemuno radusiems savo Naująją Tėvynę“. (Für die Protestanten aus Salzburg, die hier, neben Nemunas, ihre neue Heimat gefunden haben“. Der Autor dieses Denkmals ist Šarūnas Arbačiauskas.

Denkmal für die Bewohner von Vilkyskiai

Am Rande des Zentrums von dem Städchen Vilkyškiai, neben der Straße die nach dem Schriftsteller Johannes Borovski benannt wurde, steht ein Denkmal für die Männer der Gemeinde, die im ersten Weltkrieg umgekommen sind. Es handelt sich hier um einen Bau in der Form eines Mausoleums, dessen Dach an einen Baldachin oder den damaligen Soldatenhelm erinnert. In den Nischen des Baus gab es Granittafeln, auf denen die Namen der verstorbenen eingraviert wurden. Allerdings wurden die Tafeln in der Sowjetzeit vernichtet. Im Jahre 2002 wurde das Denkmal restauriert, die Namen der verstorbenen konnten aber nicht mehr identifiziert werden. 

Gedenktafel für Algimantas Mackus in Pagėgiai

An dem Geburtshaus des Exildichters Algimantas Viktoras Mackus (1932 – 1964) in der Vytautas Straße (Nr. 6) wurde eine Gedenktafel für ihn aufgedeckt. In diesem Haus hat er die ersten sieben Jahre seines Lebens verbracht. Dieser Dichter hat in Chicago zusammen mit dem späteren Präsidenten Litauens Valdas Adamkus in einem Radiosender gearbeitet. Algimantas Viktoras Mackus lebt weiter in den Herzen der Pagegiai Bewohner und die Gedenktafel verewigt die Erinnerung an ihn.

Gedenktafel für Brone Savickiene in Pagegiai

In Pagėgiai, Vydūnas Straße, in der es immer noch einige Häuser in der traditionellen litauischen Volksarchitektur gibt, wurde auf einem Blockhaus (Nr. 13) eine Gedenktafel für die Schriftstelleerin und Dichterin, Intellektuelle der Region, Brone Savickiene zum Gedenken errichtet. 

Das Gedenkstein „Santara“ in Rukai (Rucken)

Nachdem das Königreich Preußen zum Teil des Deutschen Reichs geworden ist, die Litauer, die in Kleinlitauen gelebt haben, hatten keine Möglichkeit in ihrer Muttersprache zu lernen und zu beten. Die Litauer, die sich für die Bewahrung der litauischen Sprache einsetzten und gegen den Verlust der nationalen Identität ankämpften, haben verschiedene Kulturverbände gebildet. In kürzester Zeit hatte fast jedes Dorf einen Verband. Im Jahre 1912 haben sich diese Verbände vereint und ein Litauisches Jugendverein unter dem Namen "Santara" gebildet. Der erste Leiter dieses Verbands war Vydunas. Im Jahre 1937 wurde ein Gedenkstein in Rukai (Rucken)  für "Santara" und das 25. Gründungsjubiläum des Jugendvereins „Azuolas“  aufgebaut. In dem Gedenkstein wurden Worte „Lietuviais esame mes gime“ (Wir sind als Litauer geboren), 1912-37, Rukai, 1937 06 06 eingraviert. Der Gedenkstein wurde in der Nachkriegszeit zerstört und lag lange verkommen, wurde aber im Jahre 1989 wieder aufgebaut.

Eiche zum Gedenken in Pagėgiai

In Pagėgiai von der Birute Straße, die mittlerweile zu einer Passanten Allee geworden ist, kann man schon vom Weiten den im XIX Jh. gebauten Bahnhof erkennen. Vor dem Bahnhof wächst eine Eiche, die, so glaubt man, von dem Patriarchen Kleinlitauens und dem Piloten Feliksas Vaitkus hier eigepflanzt wurde. Nachdem dieser Pilot den Erfolg von Darius und Girenas wiederholt hat, ist er in Irland gelandet und von dort aus mit dem Zug nach Litauen zurückgekehrt. In Pagegiai wurde er feierlich am Bahnhof empfangen. Um diesen Ereignis festzuhalten, wurde am Bahnhof eine Eiche eingepflanzt. Es ist allerdings umstritten, ob es sich um dieselbe Eiche handelt, die von Martynas Jankus und Faliksas Vaitkus eingepflanzt wurde. Klar ist nur, dass die Stelle auf der sie gepflanzt wurde, die gleiche Stelle ist wie die, auf der die jetzige Eiche steht.

 

 


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