Burgwalle

Opstainiai I (Vilkyškiai, Raudondvaris) Wallburg

Opstainiai I (Vilkyškiai, Raudondvaris) ist eine der bekanntesten Wallburgen in der Region Klaipeda. Das ist ein Erbe der heidnischen Kultur der Balten. Einst war diese Wallburg von alten Siedlungen umkreist, in denen im Zuge archäologischer Ausgrabungen Funde aus dem I-XII Jh. aufgedeckt wurden.

Für eine sehr lange Zeit die Opstainiai I Wallburg war gar nicht bekannt. Mit Büschen und Bäumen bewachsen hat sie sich perfekt in die Landschaft eingefügt. Die Wallburg wurde in 2011 herrichtet und für die Besuche vorbereitet: der Bergrücken, der etwa 17 bis 20 Meter lang ist, wurde aufgedeckt und befestigt, die Bäume ausgelichtet, die Büsche beseitigt, ein Weg für die Passanten verlegt, eine Brücke über das Apste Flüsschen aufgebaut, eine Treppe errichtet, die zu einer 90 Meter langen und 27-55 Meter breiten Beobachtungsplattform auf der Wallburg führt. Von hier aus hat man eine tolle Aussicht. In der Nähe von der Wallburg wurden Parkplätze für die Autos und Fahrräder errichtet. 

Opstainiai II Wallburg

Die Wallburg befindet sich am Rande des Opstainiai Dorfes, auf der rechten Seite der Straße Vilkyskiai – Bitenai, etwa 4 Kilometer von Vilkyskiai entfernt. Hierbei handel es sich um eine eher kleine Wallburg am Ufer des Apstele Flüsschen mit einer Sperre. Ihre Bergrücken sind zwar niedrig aber steil. Die Aussichtsplattform auf der Wallburg besitzt die Form eines beinah perfekten Kreises, ihr Durchmesser beträgt etwa 20 Meter. Die Wallburg stand lange Jahrhunderte verkommen und unbeachtet da. Im Jahre 2010 wurde die Wallburg von Opstainiai für die Besuche zurechtgemacht – ein Zugang wurde verlegt und eine Panoramaaussicht auf den naheliegenden Stausee zugerichtet. Am Fuße der Wallburg wurde ein Rastplatz errichtet. Am Anfang des Weges wurde ein Parkplatz für die Autos bereitgestellt und ein Infostand direkt nebenan. Zum Beginn des Sommers werden die Touristen von den rosa-blühenden Flächen mit Gewöhnlichen Pechnelken herangeführt. Obwohl während den archäologischen Forschungen in den Jahren 2005 und 2008 keine Wertfunde und Kulturerben ausgegraben wurden, wird die Burg allein aufgrund ihres Äußeren für eine Wallburg gehalten.

 

Šereiklaukis I Wallburg

Die Wallburg befindet sich im Süden vom Sereiklaukis Dorf, in der Nähe der Vilkyskiai-Bitenai Straße und etwa 0,5 Kilometer von ihr entfernt. Dies ist die einzige Wallburg auf dem litauischen Territorium, die ein Zeuge von den Schlachten des Schalauer-Stammes mit den Kreuzrittern ist. In der Nähe von dem Ort des Zusammenflusses von den Flüssen Nemunas und Jura stand einst eine Burg, die von dem Schalauer Sereika geführt wurde. Petras Dusburgietis schreibt über die Geschehnisse im Jahre 1276 und die Geschichte der Wallburg, während der Geschichtsschreiber Mikalojus Jerosinietis den Tod des Sereika gereimt darstellt. Die Historiker zweifeln nicht, ob die beschriebenen Geschehnisse und Orte tatsächlich existiert haben. Erst in 1988 hat der Archäologe Valdemaras Simenas die Wallburg von Sereiklaukis entdeckt. Sie war allen anderen Schanzen des XIII Jh. sehr ähnlich. Die Archäologen haben bei den Forschungen in 2005 nordwestlich von dem Burgwall die alte Siedlung sowie das Gräberfeld entdeckt. Bis jetzt hat sich die Wallburg am Rande des Sereiklaukis Waldes versteckt, mit einem dichten Wald bewachsen war sie kaum bemerkbar. Im Jahre 2011 wurde die Wallburg für die Besuche hergerichtet. Im Laufe der Vorbereitungsarbeiten wurden verschiedene archäologische Funde entdeckt. Die Kopien dieser Funde sind im Besucherzentrum des Rambynas Nationalparks ausgestellt worden.

Būbliškė (Birštoniškiai) Wallburg

Die Wallburg Būbliškė wurde am Rande des Hochlandes von dem Nemunas Tal eingerichtet. Die Aussichtsplattform ist etwa 19 x 9 Meter groß, kugelförmig und länglich, nach Westen ausgerichtet. Die Bergrücken sind mittel steil, etwa 3 bis 15 Meter hoch. Während des 2. Weltkrieges wurde die Wallburg für militärische Zwecke benutzt – hier wurden Schützengräben und ein Bunker-Graben ausgegraben. Man glaubt, dass an der Stelle, wo früher die Siedlung nahe der Wallburg war, einer der größten und ältesten Anwesen in der Region Pagegiai, nämlich Bubliskes Anwesen, sich befindet. Die Wallburg wird auf das X-XIII Jh. zurückdatiert. Zurzeit ist die Wallburg mit Bäumen und Büschen bewachsen, für die Besuche nicht geeignet.

Kreivėnai (Kulmenai) Wallburg

Die Wallburg Kreivėnai wurde auf der Landspitze des Hochlandes, am linken Ufer des Flusses Vilke errichtet. Die Wallburg-Plattform ist viereckig, etwa 47 x 16 Meter groß, länglich, nach Osten und Westen ausgerichtet, von allen Seiten einer Schanze umgeben, die am höchsten im Osten ist (7,5 Meter hoch und 27 Meter breit). Auf den anderen Seiten ist die die Höhe der Schanze etwa 1,5 Meter und die Breite etwa 14 Meter. Also, die Wallburg ist etwa 25 Meter über dem Flüsschen Vilke. Vor der Schanze im Osten wurde eine 22 Meter breite und 2 Meter tiefe Grube ausgegraben. Die Bergrücken sind steil, 18 Meter hoch. Archäologische Forschungen wurden hier noch nicht durchgeführt aber anhand der äußerlichen Merkmale kann man raten, dass hier im etwa XI – XIII Jh. eine Schalauer Burg stand. Diese Vermutung wird dadurch bestätigt, dass etwa 1 Kilometer südlich von der Wallburg ein Gräberfeld aus dem VI – XII Jh. und archäologische Befunde entdeckt wurden. Der Wallburg werden ebenfalls Namen Kulmenai und Uzkulniai gegeben. Die Wallburg ist zurzeit mit Laubbäumen bewachsen, für die Besuche nicht geeignet.

Vartūliškiai (Šventkalnis) Wallburg

Wenige Kilometer von dem Dorf Virtuliskiai entfernt, von den anderen Hügeln des Gebirgskamms umgeben, versteckt sich die Vartuliskiai Wallburg. Die Plattform der Wallburg ist viereckig, 25 x 19 Meter groß, länglich und nach Norden ausgerichtet. Auf ihrer südlichen Seite wurde eine 2 Meter hohe und 21 Meter breite kreisförmige Schanze aufgebaut, deren 6,5 Meter hoher äußerer Rücken in die 18 Meter breite und 1,5 Meter tiefe Grube ausläuft, die sich auf der östlichen Seite zu einer 4 Meter breiten Terrasse verwandelt. Hinter der Grube befindet sich eine zweite, 24 Meter lange, 43 Meter breite und 2 Meter tiefe Grube. Auf der nördlichen Seite der Wallburg-Plattform wurde eine 1,5 Meter hohe und 11 Meter breite Schanze errichtet. Etwa 5 Meter unter dem nördlichen Eck der Plattform, befindet sich eine 36 x 16 Meter große Terrasse, die von dem restlichen Hügel im Norden mit einem 17 Meter breiten und 1,2 Meter tiefen Graben getrennt wurde. In der Wallburg wurde viel Kohle gefunden. Die Rücken sind steil, etwa 10 Meter hoch.

Nach dem Forscher Martynas Purvinas, die Wallburg müsse lange als ein wichtiges administratives- und Schutzzentrum gedient haben. Das beweist ein Ausbau der Wege in der Strahl-Form von der Wallburg aus. Die Wallburg wird ebenfalls Sventkalnis („Heiliger Berg“) genannt und die Schanze um sie – Milzino kapas („Der Grab eines Riesen“). Die Wallburg ist leicht durch das Pflügen zerstört worden, mit Laubbäumen bewachsen, für die Besuche nicht geeignet.


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