Kirche

Katholische Heilig-Kreuz-Kirche in Pagegiai

 

  Die katholische Kirche in Pagegiai wurde 1929-1930 aufgebaut und am 19. Dezember 1932 wurde die Kirchengemeinde gegründet. Am Vorabend des Zweiten Weltkrieges zählten etwa anderthalb tausend Katholiken zu dieser Kirchengemeinde. Nach dem Krieg wurde das Kirchengebäude von der Regierung verstaatlicht, später vernichtet, einzig der Kirchenturm ist übriggeblieben. Katholiken haben gemeinsam mit den Evangelikern in der Mauerwerk-Kapelle des lutherischen Friedhofs gebetet. Im Jahre 1994 hat man angefangen die neue Kirche zu bauen. Die Architekten der Kirche waren Vaidotas Kuliesius und Gintas Natkevicius. Zunächst wurde eine Kapelle eingerichtet, 1996 hat man das Dach fertiggestellt und an den Weihnachtsfeierlichkeiten desselben Jahres haben sich hier schon die Gläubigen versammelt. Der Gemeindepfarrer Petras Siurys hat im Jahre 1997 die Kirche eingeweiht. Seit 2009 wird der Gottesdienst schon in dem Kirchengebäude abgehalten, das mit Hilfe und Fürsorge des Pfarrers Vytautas Gedvainis fertiggestellt wurde.

Katholische Johannes-der-Täufer Kirche in Ropkojai

 

 Mit dem Beistand des katholischen Tilsiter Pfarrers J.Zabermanas wurde im Jahre 1869 die alte Vainutas Holzkirche aufgekauft und nach Rapkojai gebracht. Der Pfarrer Antanas Brundza hat den Aufstand in den Jahren 1863-1864 unterstützt und ist aufgrund dessen von der Seinai Diözese nach Rapkojai umgesiedelt, das damals zu Preußen gehörte. Zu der Zeit wurde die Rapkojai Kirche, die sich an der Grenze zu Russland befindet, zum Stützpunkt des Schmuggels der verbotenen litauischen Presse. Im Jahre 1870 haben die preußischen Beamten den Pfarrer A. Brunzda und zwei weitere Kirchendiener festgenommen und den russischen Behörden ausgeliefert. Der Pfarrer wurde nach Oblast Archangelsk vertrieben. Die russische Armee hat Rapkojai besetzt. Die Kirche wurde in 1899, 1912, 1973 und 2013 renoviert. Sie  hat die Form eines Rechtecks, ist eintürmig und besitzt einen Torbau. Hier wurden 3 Altäre eingerichtet. Der Zaun des Gotteshauses ist aus Holz.  

Katholische Heilige-Anna-Kirche in Vilkyškiai

Die Heilige-Anna-Kirche befindet sich im Vilkyskiai Städtchen, neben der Landesstraße Pagegiai-Jurbarkas. Diese katholische Kirche wurde 1958 in einem privaten Wohnhaus eingerichtet. Die Kirche ist rechteckförmig mit einer anliegenden Sakristei und einem kleinen Türmchen. Es gibt drei Altäre. 

Evangelisch-lutherische Kirche in Pagegiai

Noch im XIX Jh. war Pagegiai nur ein gewöhnliches Dorf. So wäre es bestimmt auch bis jetzt geblieben, wenn im Jahre 1875 keine Eisenbahnstrecke und keine Landesstraße verlegt worden wären, die Tilsit und Klaipeda vernetzt haben. Im Jahre 1920 wurde Pagegiai zum Zentrum des neuerrichteten Landkreises. Die Kirchenverwaltung hat nach einer Weile im Jahre 1922 das Städtchen zum Zentrum des Kirchenkreises erklärt. Das einzige Problem war, das es hier gar keine Kirche gab. Die Gemeinde der Gläubigen war es gewohnt zum Gottesdienst nach Tilsit zu fahren. Im Jahre 1931 wurden der Pagegiai Gemeinde endlich Rechte zur eigenen Pfarrei eingeräumt. Ein nicht besonders schickes Gotteshaus wurde innerhalb kürzester Zeit eingerichtet. Das Gebäude besaß keinen Turm, war 20 Meter lang und 10 Meter breit. Im Jahre 1936 zählte zur Gemeinde Pagegiai etwa 3000 Personen, die meisten von ihnen haben sich schon als Deutsche gesehen. Im Jahre 1938 wurde die Kirche ein Wenig umgebaut, ein Turm wurde errichtet und 2 Glocken aus den berühmten Apolda Läden werden gekauft. Ein schwierige und komplizierte Phase musste diese Gemeinde in der Nachkriegszeit bewältigen. Diejenigen Mitglieder der Gemeinde, die bis zum Frühjahr 1946 zurückgekehrt sind, konnten ungestört in ihrer Kirche beten. Allerdings im Herbst des selben Jahres wurde das Gebäude beschlagnahmt und zu einem Getreidelager verwandelt.  In der Zeit versammelten sich die Menschen in der renovierten Kapelle des evangelischen Friedhofes zum Beten, die früher als ein Ort für die Lagerung der Leichen bis zur Beerdigung genutzt wurde. Nach einiger Zeit wurde der lutherischen Kirche ihr Turm entfernt und sie wurde zu einem Kino umgestaltet das einen zweckmäßigen Namen besaß „Komjaunuolis“ (Komsomol, die Jugendorganisation der sowjetischen KP). Gebetet wurde weiterhin in der Friedhofskapelle (gemeinsam mit dem Katholiken), allerdings wurde später auch das verboten. Nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens wurde das Gotteshaus den Gläubigen zurückgegeben.

Die evangelisch-lutherische Kirche in Vilkyškiai

Die Kirche wurde um die 1560er Jahre gebaut. Im Zuge des Siebenjährigen Krieges wurde die Kirche von den Kosaken ausgeraubt und verbrannt. Im Jahre 1711 wurde die Kirche wieder aufgebaut. An der selben Stelle wurde 1896 ein neues Kirchengebäude aus roten Ziegeln im Neugotik Stil errichtet mit einem 45 Meter hohen Kirchenturm. Der Innenraum der Kirche wurde mit einem stilvollen Altar, Glasmalerei und tollen Orgeln verziert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Innenraum der Kirche komplett verwüstet und der Turm zerstört. In dem Gebäude der Kirche waren ein Getreidelager und eine Mühle aktiv. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit wurde die Kirche den Gläubigen zurückgegeben. Mit Hilfe der Menschen, die aus Vilkyskiai stammen und sich inzwischen auf verschiedenen Orten der Welt befanden, hat man mit den Reparaturarbeiten der Kirche angefangen. Im Jahre 1996 wurde ein Turm aufgebaut, das Dach wurde repariert sowie die Fenster und Türen. Die Kirche wurde mit der farbenfrohen Glasmalerei von Rasa Grybaite verziert.  Die Detmold Pfarrei aus Deutschland hat der Kirche eine Orgel geschenkt, die zum ersten Mal nach einer 50 jährigen Pause in dieser Kirche, die ihre tolle Akustik bewahrt hat, geläutet haben. Zurzeit werden in der Kirche die Gottesdienste abgehalten, Ausstellungen präsentiert und Konzerte der Kirchenmusik sowie der klassischen Musik gestaltet.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Žukai (Szugken)

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Žukai (Szugken) wurde im Jahre 1904 gebaut, aber das Kirchspiel wurde schon viel früher gegründet. Das noch im Jahre 1845 gekaufte 27,5 ha Grundstück wurde für den zukünftigen Pfarrer eingerichtet. Man hat damals nach einem geeigneten Platz gesucht, um eine provisorische Predigerstelle einzurichten. Die Gottesdienste wurden hier aber erst seit dem Jahre 1869 abgehalten. Zu denen hat der Pfarrer von Viešvile (Wischwil) regelmäßig an einem bestimmten Tag die Bewohner eingeladen, gepredigt wurde in einer Schule. Nachdem im Jahre 1900 der Pfarrer Johan Lozereit einberufen wurde, wurden am 1. April 1905 22 Höfe von Viešvile (Wischwil) getrennt, und dort wurde das eigenständige Kirchspiel Žukai (Szugken) eingerichtet. Die Evangelisch-Lutherische Gemeinde  Žukai (Szugken) zählte im 1907 Jh. 2300 Personen, 1000 von ihnen waren Kleinlitauer, 1912 Jh. – 2250, 1921 Jh. – 1500, 1926 Jh. – 2316, 1936 Jh. – 2250. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gottesdienste in der Kirche Žukai (Szugken) erneuert und im Jahre 1947 wurde die Kirche geschlossen. Lokale Behörden haben hier ein sowjetisches Wirtschaftslager eingerichtet. Innere Details sind verfallen, für den Innenausbau wurde ein Zwischendeck eingezogen. Man konnte nur die künstlerische Kruzifix Skulptur retten – sie hat inzwischen den Altar der Evangelisch-Lutherischen Kirche Taurage verziert. Das Gebäude der Kirche Žukai (Szugken) wurde im Jahre 1998 zu der Litauischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und wurde dem Evangelisch-Lutherischen Kirchspiel Žukai (Szugken) zurückgegeben. Das Innere von der Kirche Žukai (Szugken) wurde kaum repariert. Die Säulen sind gut erhalten – die originale Kolonnenschnitzerei ist bewahrt worden, Spuren von der Farbe ebenfalls. Allerdings sind weder klangvolle Glocken, noch Kerzen-Lüster oder Orgel da geblieben. Bis heute ist das noch in den Sowjetischen Zeiten eingerichtete Zwischendeck vorhanden. Von Innen wurde der Dachboden mit dem Holz beklebt und die Wände vom Kirchenraum sind verputzt worden.

Neben der Kirche befindet sich der alte Friedhof, der zwar nicht umzaunt ist, dafür aber gut gepflegt. Viele Grabsteine wurden hier zerstört.  

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Piktupėnai (Piktupönen)

 
Die Evangelisch-Lutherische Kirche Piktupėnai (Piktupönen) wurde im Jahre 1574 am Fluß Piktupe gebaut. Piktupe fließt in den Fluß Vilke, einer der rechten Nebenflüße von Gege. Die Pfarrer von Tilsit haben die Gemeinde lange Zeit behütet. Im Jahre 1656 ist der polnisch-schwedische Krieg entflammt. Die polnische Soldaten, die in Kleinlitauen einmarschiert sind, haben über einige Tagen die Gegend Piktupėnai (Piktupönen) beraubt. Die Kirche, die nicht katholisch, sondern evangelisch war, haben sie verbrannt. Im Jahre 1670 wurde eine neue Kirche gebaut und eingeweiht. Nach einigen Jahrzehnten wurde sie allerdings wieder vernichtet. Im Jahre 1744 wird  eine neue große, rechteckige Kirche für die Gemeinde  Piktupėnai (Piktupönen) aus Feldsteinen und Ziegeln gebaut. Die Kirche hat einen hohen Turm aus Holz, der in eine Kupferdach-Kuppel ausläuft. Im Jahre 1757 kamen die russischen Soldaten und haben die Bauernhöfe von Piktupėnai (Piktupönen) überfallen, die Kirche natürlich auch. Die Renovierung der Kirche hat lange gedauert, das war aber noch nicht das Ende des Leidens. Im Jahre 1781 wurde der Turm von einem Blitz getroffen. Im Jahre 1853 wurde die Kirche wieder aufgebaut und ein höherer Turm errichtet. Von dort konnte man eine perfekte Aussicht auf die Umgebung genießen: auf der Südseite war die Stadt Tilsit mit ihren klar erkennbaren Kirchen zu sehen, im Osten war die Šereitlaukis (Schreitlaugken) Wallburg. Den ganzen Herbst über im Jahre 1944 sind die Armeen und Zivilflüchtlinge durch den Dorf Piktupenai gefahren und gegangen. Anfang Oktober gab es hier größere Schlachten. Sie haben die Kirche von Piktupėnai (Piktupönen) völlig zerstört. Heutzutage ist es schwer die Spuren von ihrer Grundmauer zu finden. Das Kirchspiel von Piktupėnai (Piktupönen) wurde im Jahre 1993 wiederhergerichtet. Es wird von dem Pfarrer Diakon Ridas Tamulis bedient.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Natkiškiai (Nattkischken)

Der Priester Michaelis Šiuišelis hat am 4. September 1903 mit dem Bau einer Kirche angefangen. Am 29. November wurde das neue Bethaus eingeweiht. Die Kirche wird im Stil der Neogotik gebaut: aus Backstein, unverputzte, eintürmige Fassade, mit schmalen Fenstern an dem erhöhten Rückwand und rechteckigen Türmchen verziert. Die Kanzel war aus Holz, auf einem hohen Mauergrund aufgebaut. Über dem Altar hing ein Kreuz, verziert mit aus Holz geschnitztem Dekor. Die Wenden waren dekoriert und der Dachboden war aus Holz. Das Bethaus hatte drei Glöcken und eine Orgel der Firma Nowak aus Königsberg. Während des Gottesdienstes konnte man im Kirchenschiff 600 Leute platzieren. Am Anfang des Ersten Weltkrieges kam die Russische Armee nach Natkiškiai (Nattkischken). Pfarrer M. Šiuišelis wurde zusammen mit seiner Frau festgenommen und nach Sibirien verschleppt. Am Ende des Krieges ist Familie Šiuišelis zurückgekommen, aber sie waren sehr geschwächt, entkräftet. Im Jahre 1921 ist der Pfarrer gestorben und im Friedhof Natkiškiai (Nattkischken) begraben. Im Jahre 1944 hat die Front Artillerie das Bethaus  zerschlagen. Nach Wiederherstellung der Unabhängigkeit Litauens hat die kleine Kirchengemeinde es innerhalb von einem Jahr geschafft ein Gotteshaus einzurichten. 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Rukai

 

Die Evangelisch-Lutherische Kirche Rukai wurde im Jahre 1876 gebaut. Dies ist eine Kirche aus Rotmauer, in Form eines Rechtecks, mit einem 30 Meter hohen Turm auf der Ostseite. Nach einem Immobilienvertrag,  unterschrieben von zwei religiösen Konzessionen, wird diese Kirche sowohl von den Lutheranern, als auch von den Katholiken benutzt. In dem Vertrag ist es vorgesehen, dass die Katholiken die Kirche 30 Jahre lang benutzen dürfen. 

 

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Šereikos g.5-3,
LT-99254 Vilkyškiai,
tel. +370 656 18 551,
ticpagegiai@gmail.com

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