Die Stadt Pagėgiai

Pagėgiai hat im Laufe der langen historischen Jahrhunderten sein Gesicht verändert – einst eine kleine Siedlung von Nord Skalva, ist Pagegiai heute das Zentrum des Landkreises.

Im Stadtwappen von Pagėgiai ist ein silberner Kuckuck dargestellt, der mit seinen Beinen einen goldenen Schlüssel hält. Der grüne Hintergrund symbolisiert die Hoffnung und die Schönheit der Natur. Der Kuckuck wird mit der volkstümlichen Etymologie des Namens Pagegiai verbunden. Der goldene Schlüssel deutet auf eine Grenzstadt hin. Der Stadtwappen wurde im Jahr 1995 von der Künstlerin Laima Ramonienė entworfen. Es wird vermutet, dass der Name Pagėgiai vom kleinen Fluss namens Gėgė stammt.

In den historischen Überlieferungen wird das Dorf Pagėgiai zum ersten Mal bereits im XIII Jh. erwähnt. Dieses Dorf wächst 1895 zu einer Stadt, die Eisenbahnlinie Klaipeda-Tilsit wird verlegt und eine Landstraße ebenfalls, dazu kommt ein Bahnhof und eine Poststelle. Im Jahre 1923, als die Region Klaipėda an Litauen angeschlossen wurde, hat Pagėgiai das Stadtrecht bekommen und nach dem Ende des 1. Weltkriegs wurde die Stadt zum Zentrum eines wichtigen Bezirks. In dieser Zeit wächst die Stadt rapide – es entstehen für diese Epoche moderne architektonische Bauten, die wichtigsten Straßen werden verlegt, ein Wasserturm wird gebaut, Behörden (Institutionen) der Zentral –  bzw. Autonomen Regierung werden geschaffen, wie auch Schulen, Banken, Hotels, Geschäfte (Boutiquen), Restaurants, Kneipen. Im Jahr 1999 wird Pagėgiai zum Zentrum des neu eingerichteten Landkreises, der heute zum Bezirk Taurage gehört. Zur Zeit leben ca. 2.300 Einwohner in Pagėgiai.

Sehenswürdigkeiten

Birutė Straße – Allee für die Fußgänger. Auf dieser Straße stehende Häuser sind Erbe der außergewöhnlichen modernistischen Architektur. Am Ende der Straße sieht man schon vom Weiten den im XIX Jahrhundert gebauten Bahnhof. Vor ihm wächst eine Eiche, die, so wird geglaubt, vom sogenannten litauischen Patriarchen Martynas Jankus und dem Piloten Feliksas Vaitkus eingepflanzt wurde. Nachdem dieser Pilot den Flug von Darius und Girėnas wiederholt hatte, ist er in Irland gelandet und von Königsberg ist er mit dem Zug zurück nach Litauen gekehrt, in Pagėgiai wurde Faliksas Vaitkus feierlich empfangen. Diese Eiche markiert die erste Station, wo Sie auch von der Pagėgiai-Gemeinde empfangen werden.

In der Vydunas Straße sind einige Holzbauten der volkstümlichen Architektur und der Palast des Pagėgiai Kristijonas Donelaitis Gymnasiums, die an eine Festung erinnern. Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1930 bis 1932 gebaut nach dem Projekt der Architekten Adomas Brakas ir K. Maksvitaitis. Heute dient das Gebäude als Kinderpflegeheim. In dieser Straße steht ebenfalls ein katholisches Gotteshaus – Pagėgiai Heilig-Kreuz-Kirche. Das ehemalige Gotteshaus wurde während des Krieges vernichtet, allein der Glockenturm ist übriggeblieben. Als Litauen ein unabhängiger Staat wurde, wurde auch ein neues Gotteshaus gebaut.

Einen Besuch wert sind auch die anderen Beispiele der alten Archtektur – Pagegiai Polizeirevier (Jaunimo Str. 2) und das Seniorenpflegeheim (Žemaiciu Str., in der Nähe von Stadtpark).

Auf dem zentralen Teil des Pagėgiai Stadtparks wurde 2005 eine Skulptur für die Vereinigung  Großlitauens und Kleinlitauens präsentiert. Der Autor dieser Skulptur ist Steponas Juška. In dem roten Granitt ist die Silhouette einer Frau – Mutter abgebildet, die ein kleines Neugeborenes an ihrer Brust festhält. Die Skulptur symbolisiert Großlitauen, das versucht Kleinlitauen vor Unheil zu beschützen. Die Skulptur wurde  auf einem renovierten Platz in der Stadt an der Kreuzung von Vilnius und Vytautas Straßen aufgebaut. Parallel dazu, auf der anderen Seite der Straße befindet sich das Geburtshaus (Nr.6) des litauischen Exildichters Algimantas Viktoras Mackus (1932 – 1964), in dem er die ersten sieben Jahre seines Lebens verbrachte. Als der Dichter in Chicago lebte, hat er zusammen mit dem litauischen Präsident Valdas Adamkus in einem Radiosender gearbeitet. Algimantas Viktoras Mackus lebt weiter in den Herzen der Pagėgiai Einwohner und eine Gedenktafel in Pagėgiai verewigt seine Erinnerung. Das Algimantas Mackus Gymnasium in Pagėgiai (Vilnius Str. 3) wurde nach ihm benannt und im Jahre 2003 wurde hier eine dem Dichter gewidmete Ausstellung eröffnet. Bei Interesse an die Ausstellung sollte man einen Termin mit der Verwaltung des Gymansiums ausmachen.

Die Žemaičiai Straße ist eine Straße der Villen. Diese Villen wurde noch vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut, wurden erhalten und die meisten von ihnen sind das Eigentum privater Personen. Gegenüber diesen Villen befindet sich der Friedhof für die Opfer des Zweiten Weltkrieges.

Für Pagėgiai und seine Umgebung sind die einzigartige Architektur der Region Klaipėda und gastfreundliche Menschen typisch.


Suche:
Kontakte
Šereikos g.5-3,
LT-99254 Vilkyškiai,
tel. +370 656 18 551,
ticpagegiai@gmail.com

Veranstaltungskalender

<< October, 2019 >>
MTWTFSS
123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031